Der 1. FC Köln hat den ehemaligen Bundesliga-Profi Borna Sosa per Leihe verpflichtet, wie der Klub am Dienstag bestätigte. Gleichzeitig sorgte die 1:4-Niederlage beim VfB Stuttgart am zweiten Spieltag für eine erste Ernüchterung, brachte aber auch einen Lichtblick mit dem Debüt von Mikey Moore.
Wer ist der neue Leihspieler Borna Sosa?
Laut einem Bericht von Goal.com hat der 1. FC Köln den linken Außenverteidiger Borna Sosa für ein Jahr von Crystal Palace ausgeliehen. Der 28-Jährige wechselt ohne anschließende Kaufoption zum Effzeh. Sosa ist bis 2028 bei den Londonern unter Vertrag, kam dort in der vergangenen Saison aber nur auf 842 Einsatzminuten in 18 Partien.
Der Kroate kennt die Bundesliga bestens von seiner Zeit beim VfB Stuttgart. Zwischen 2018 und 2023 absolvierte er 115 Pflichtspiele für den Schwabenklub, erzielte fünf Tore und bereitete 35 weitere vor. Seine letzte Saison in Stuttgart war besonders stark, mit zwei Treffern und zwölf Vorlagen trug er maßgeblich zum Klassenerhalt bei. Nach Stationen bei Ajax und Torino landete er im Sommer 2025 bei Crystal Palace. Sportgeschäftsführer Thomas Kessler sagte laut Goal.com, Sosa kenne die Liga sehr gut und bringe wertvolle internationale Erfahrung mit. "Mit seinem starken linken Fuß, seinem offensiven Antrieb und seiner hohen Qualität im Flankenspiel erweitert er unsere Möglichkeiten", so Kessler.
Wie hat Mikey Moore bei seinem Debüt abgeschnitten?
Trotz der deutlichen Niederlage in Stuttgart war die Leistung von Neuzugang Mikey Moore ein positiver Aspekt für den FC. Wie Bild Sport berichtete, zeigte der 19-jährige Engländer nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit eine ansteckende Energie. Direkt nach dem Wiederanpfiff wagte er ein Solo, hatte zwei Torchancen und bereitete den zwischenzeitlichen Ehrentreffer zum 1:3 vor.
Trainer René Wagner zeigte sich laut dem Bericht begeistert von der Qualität des Jugendnationalspielers. "Ich glaube, wir wissen alle, dass er eine brutale Qualität hat. Er hat das Spiel nach seiner Einwechslung gewissermaßen verändert", sagte Wagner. Auch Kapitän Marvin Schwäbe äußerte sich positiv: "Was er schon im Training gezeigt hat und jetzt auch im Spiel, das macht Mut und Lust auf mehr." Moore soll in dieser Saison ein Offensiv-Duo mit Said El Mala bilden, der in Stuttgart jedoch fehlte. Aktuell ist El Mala laut den verifizierten Vereinsdaten vom 5. September 2026 neben Sebastian Sebulonsen, Thijs Dallinga und Timo Hübers gesundheitlich angeschlagen und fällt aus.
Warum war die Abwehr in Stuttgart so schwach?
Die 1:4-Niederlage offenbarte laut Bild Sport ein bekanntes Problem der Kölner Defensive. Trotz der Neuzugänge Gideon Mensah und Luka Lochoshvili nahm der VfB die Hintermannschaft nahezu auseinander. Bereits in der Vorsaison hatte Köln die viertmeisten Gegentore der Liga kassiert, nun stehen nach nur zwei Spieltagen sechs Treffer gegen das eigene Team.
Insbesondere Lochoshvili, der vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg für knapp fünf Millionen Euro verpflichtet wurde, hatte einen schweren Abend. Beim 0:1 griff niemand den späteren Torschützen richtig an, beim 0:3 wurde er einfach überlaufen. Auch Alessio Castro-Montes auf der rechten Seite und Gideon Mensah links unterliefen viele Fehler. Trainer Wagner fasste die ersten drei Gegentore zusammen: "Das 1:0 hätten wir auf jeden Fall besser verteidigen müssen, auch das 2:0 kann man strukturell besser lösen." Die aktuelle Verletztenliste mit vier wichtigen Spielern, darunter der defensive Stammspieler Timo Hübers, verschärft die Personalnot weiter. Den kompletten Überblick über den Kader bietet die Mannschaftsübersicht.
Was war die emotionale Geschichte vor dem Spiel?
Kurz vor dem Anpfiff in Stuttgart gab Trainer René Wagner bei Sky ein bewegendes Interview, über das Bild Sport berichtete. Wagner erzählte von einer jungen Dame, die in der Woche zuvor die Mannschaft im Training besucht hatte. "Ihr letzter Wunsch war es, die Mannschaft nochmal zu sehen. Ich weiß nicht, ob sie noch unter uns ist, ich hoffe natürlich schon", sagte der 38-Jährige.
Diese Begegnung habe den Spielern die emotionale Bedeutung des Vereins vor Augen geführt. "Das hat uns nochmal sensibilisiert dafür, dass wir einfach die Verantwortung haben, jeden Tag Gas zu geben", so Wagner weiter. Der Moderator Michael Leopold reagierte mit Gänsehaut auf die Geschichte. Solche Momente unterstreichen die besondere Verbindung zwischen dem Verein und seinen Fans. Die nächste Gelegenheit, die Mannschaft live zu erleben, bietet das Heimspiel gegen Werder Bremen am 12. September 2026. Den genauen Spielplan finden Sie in unserer Terminübersicht.
