Sportdirektor Thomas Kessler hat nach der Niederlage des 1. FC Köln beim Hamburger SV die aufkommende Fan-Wut mit einem Appell zur Geduld beantwortet. Die Geißböcke müssen die Länderspielpause nun nutzen. Die Mannschaft hat in den ersten Saisonspielen nur wenige Minuten in Führung gespielt, was die Schwierigkeiten unterstreicht.
Kessler, der vor der Saison einen umfangreichen Kaderumbau eingeleitet hat, lehnte Panikreaktionen und voreilige Personalentscheidungen auf der Trainerbank ab. „Ich kann nur appellieren“, sagte er. Es habe niemand gesagt, dass es eine superleichte Saison werde und man einfach durchgleite. Er betonte, dass der Klub mit einem der jüngsten Kader der Liga plane und dass dieser Entwicklung brauche.
Er verwies auf die Notwendigkeit, der jungen Mannschaft Zeit zur Entwicklung zu geben. Die Pfiffe nach dem Spiel in Hamburg und die Kritik in den sozialen Netzwerken seien verständlich, doch der Klub arbeite an den Problemen. Die aktuelle Formkurve zeige ein wechselhaftes Bild.
Der Sportchef hob im Kontrast die Stimmung im Volksparkstadion hervor, wo die HSV-Fans ihr Team trotz eines schlechten Saisonstarts unterstützten. Eine solche geschlossene Unterstützung sei derzeit in Köln kaum vorstellbar.
Der Fokus liegt nun auf dem nächsten Bundesliga-Spieltag. Dabei hat die Mannschaft die Chance, vor der heimischen Kulisse die dringend benötigten Punkte zu holen. Ein Sieg wäre entscheidend.
This story first appeared at 90min.de
