Der 1. FC Köln hat am Wochenende einen wichtigen 3:2-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga errungen. Die Geißböcke drehten eine 0:1-Halbzeitführung der Gäste dank Toren von Said El Mala und einem Doppelpack von Thijs Dallinga.

Wie lief das Spiel für Köln ab?

Die Partie begann holprig für die Kölner. Sie wirkten spielerisch unsicher, ähnlich wie schon beim schwierigen Pokalsieg in Würzburg. In der 27. Minute nutzte der 20-jährige Däne Adam Daghim, ein Neuzugang von Red Bull Salzburg, eine Standardsituation zur 0:1-Führung für Hoffenheim. Kölns bester Vorlagegeber vor der Pause war der erst 20-jährige Said El Mala, der erstmals die Nummer 10 in der Bundesliga trug. Diese war seit Lukas Podolskis letztem Spiel für den Club nicht mehr vergeben worden. El Mala verpasste jedoch eine große Chance im Eins-gegen-eins mit Nationaltorhüter Oliver Baumann.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spielbild schlagartig. Nur sechs Minuten in die zweite Halbzeit egalisierte El Mala mit einem abgefälschten Schuss nach Vorlage von Isak Johannesson zum 1:1. Die Stimmung im Stadion kippte endgültig, als Torwart Marvin Schwäbe in der 59. Minute einen Elfmeter von Max Moerstedt parierte. Ein zweiter Retter gegen denselben Spieler folgte wenig später. Trainer Christian Ilzer von Hoffenheim kommentierte später: "Wenn Du in der zweiten Hälfte nur ein paar Prozentpunkte nachlässt, dann kommt hier Stimmung und Emotion rein, das Spiel wird wild." Trotz des Paradenfestivals von Schwäbe ging Köln erneut in Rückstand, als Ozan Kabak nach einem Eckball zum 1:2 traf.

Wer waren die Matchwinner für den FC?

Die entscheidende Antwort lieferte Stürmer Thijs Dallinga. Der 26-jährige Niederländer, der von FC Bologna ausgeliehen ist, traf in der 72. Minute zum 2:2-Ausgleich nach einer Kombination zwischen Linton Maina und Gideon Mensah. Nur zehn Minuten später entschied Dallinga das Spiel mit einem Nachschuss endgültig für Köln. Der zweifache Torschütze war damit der entscheidende Mann in der Schlussphase. Nicht weniger wichtig war die Leistung des jungen Said El Mala, der vor seiner Auswechslung wegen Krämpfen nicht nur traf, sondern auch das Spiel aktiv gestaltete. "Wie wir heute wiedergekommen sind - das ist eine Qualität von uns, das zeigen wir immer wieder", sagte El Mala nach dem Spiel gegenüber der Tagesschau.

Welche taktischen Entscheidungen traf der Trainer?

Kölns Trainer setzte gleich drei seiner Sommerverpflichtungen von Beginn an. In der Abwehr kamen Gideon Mensah von AJ Auxerre und Luka Lochoshvili vom 1. FC Nürnberg zum Zug. Im defensiven Mittelfeld vertraute er auf Paul Okon-Engstler, der von Sydney FC wechselte. Diese Neuformation musste sich zunächst finden, fand aber im Spielverlauf immer besser zueinander. Auf der anderen Seite fehlte Hoffenheims Stammkraft Andrej Kramaric, der nach einer Leistenoperation nur auf der Bank Platz nahm. Für die Gäste starteten die Neulinge Bambasé Conté, Patrick Wimmer und der Torschütze Daghim.

Was bedeutet der Sieg für die kommenden Spiele?

Der 3:2-Erfolg ist historisch. Es ist der erste Heimsieg des 1. FC Köln gegen Hoffenheim nach neun erfolglosen Anläufen in Folge. Dieser moralische Schub kommt zur rechten Zeit, denn die nächste Aufgabe ist ein Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Freitag, den 4. September. Die aktuelle Verletztenliste zeigt jedoch, dass der Kader strapaziert wird. Neben Linton Maina, der im Spiel eingewechselt wurde, fehlen derzeit langfristig Luca Waldschmidt, Sebastian Sebulonsen und Timo Hübers. Die Übersicht über alle Ausfälle findet sich auf unserer Verletztenliste. Vor dem Spiel in Stuttgart muss sich der Teamarzt also um einige Spieler kümmern. Die genaue Planung für diese schwere Auswärtspartie kann auf unserer Spielplan-Seite verfolgt werden. Der Sieg gibt dem Team Sicherheit für die anstehenden Herausforderungen.