Der 1. FC Köln hat unter seinem neuen Trainer René Wagner den Zugang für Fans zu den Trainingseinheiten deutlich eingeschränkt. Der 38-jährige Coach, der in dieser Saison erstmals die Verantwortung übernahm, sieht im Training das größte Gut des Bundesliga-Clubs, das geschützt werden muss. Das berichtete Bild Sport diese Woche. Wagner, der in England ausgebildet wurde und andere, intimere Bedingungen gewohnt ist, betonte seine Verantwortung, die Spieler optimal auf das Wochenende vorzubereiten. "Training ist das größte Gut, das wir haben, jeden Tag. Es gibt für mich nichts Größeres als Training und das muss beschützt werden", sagte der Trainer. Die Anwesenheit von bis zu 1.000 Zuschauern könne dabei nachteilig sein, da Gespräche mit den Spielern leiser geführt werden müssten und Momente verloren gingen. Warum sperrt Köln die Fans aus? Der Club hat im Bundesliga-Vergleich keine andere Trainingsanlage, die so zugänglich und stark frequentiert ist wie das Geißbockheim. Konzentriertes Arbeiten falle besonders in Ferienzeiten manchmal schwer. Wagner strebt einen Mittelweg zwischen der gewohnten Fan-Nähe und professioneller Vorbereitung an. Er muss sicherstellen, dass es den Spielern gut geht, und direkte, harte Ansprachen vor Publikum könnten für die Profis unangenehm sein. Sportboss Thomas Kessler, 40, betonte, man habe intensiv über die Maßnahme diskutiert. "Wir sind ein sehr nahbarer Club und sind extrem stolz darauf. Wir wollen weiter nahbar bleiben, aber natürlich gebührt es auch der Professionalität", so Kessler. Der Verein wolle nicht den Eindruck erwecken, keine Fans am Geißbockheim sehen zu wollen. Man verlasse sich auf die emotionale Nähe und die Unterstützung der Anhänger. Wie handelten die Vorgänger? Der vorherige Interimstrainer Lukas Kwasniok, 45, hatte den Zutritt für Fans bereits an zwei Tagen pro Woche maximal eingeschränkt. Der langjährige Ex-Trainer Steffen Baumgart, 54, vermied komplett nicht-öffentliche Trainingseinheiten. Unter Wagner fanden von Mittwoch bis Freitag vor dem anstehenden Spiel drei geheime Trainingseinheiten statt. Welche Spieler fehlen aktuell? Die personelle Situation ist angespannt, wie der aktuelle Verletztenstatus zeigt. Neben Timo Hübers und Said El Mala fehlen auch Sebastian Sebulonsen und Thijs Dallinga. Diese Ausfälle machen eine fokussierte Vorbereitung umso wichtiger. Was steht als nächstes an? Der nächste Prüfstein für Wagners neue Methoden ist das Heimspiel gegen Werder Bremen am Samstag, den 12. September 2026, um 18:30 Uhr. Die gesamte Planung der anstehenden Spiele kann auf der Spielplan-Seite verfolgt werden. Die Mannschaft will die konzentrierte Vorbereitung in einen Erfolg ummünzen und in der Tabelle nach vorne kommen. Das Geißbockheim bleibt vorerst ein geschützterer Arbeitsraum.
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FC Köln schränkt Zugang zu Training unter Wagner ein
Trainer René Wagner begründet die neuen Einschränkungen für Fans am Geißbockheim mit dem Schutz des Trainings als größtem Gut des Clubs.
