Imad Rondic absolvierte ein überraschendes Bundesliga-Comeback für den 1. FC Köln beim 1:4 in Stuttgart. Der 27-jährige Mittelfeldspieler, der seit Mitte Juli nur im Einzeltraining gearbeitet hatte, wurde in der 90. Minute für Tom Krauß eingewechselt. Das berichtete Bild in seiner Ausgabe vom Spieltag. Rondics kurzer Auftritt endete jedoch mit einem Gegentor, als sein Kopfball zur Abwehr eines Einwurfs unglücklich bei Vagnoman landete, der aus 18 Metern traf.
Die Verletzungssituation zwang Trainer Rene Wagner zu ungewöhnlichen Personalentscheidungen. Neben Rondic fehlen aktuell auch Sebastian Sebulonsen, Thijs Dallinga, Timo Hübers und Said El Mala. Diese Abwesenheiten sind in unserer Verletztenliste dokumentiert. Der 38-jährige Wagner erklärte nach der Partie die Gründe für die Nominierung des eigentlich aussortierten Spielers.
Warum setzte Wagner Rondic ein?
Rene Wagner betonte, es sei ihm um ein Zeichen an die Mannschaft gegangen. "Imad hat sich acht Wochen den Arsch aufgerissen", sagte der Köln-Trainer gegenüber Bild. "Spieler, die ihr Herz auf dem Platz lassen, im Individualtraining sind und nie aufgeben, immer versuchen, jeden Tag das Beste herauszuholen, die haben es verdient, bei uns im Bundesligakader stattzufinden." Wagner wollte Einsatz belohnen, auch wenn die sportliche Perspektive für Rondic beim FC unklar bleibt.
Der Coach fügte hinzu: "Ob das für weitere Einsätze reicht, weiß ich nicht." Diese Philosophie setzte Wagner trotz der deutlichen Niederlage und der angespannten Personallage um.
Wie ist Rondics aktuelle Situation beim FC?
Imad Rondic hat einen Vertrag beim 1. FC Köln, der noch bis 2029 läuft. Der ehemalige Sportdirektor Christian Keller, heute 49, holte den Bosnier im Januar 2025 mit einem 4,5-Jahres-Vertrag an den Rhein. Bisher kam Rondic auf neun Bundesligaeinsätze und ein Tor für die Geißböcke. Die vergangene Saison verbrachte er leihweise bei Raków Częstochowa, ehe er im Winter zu Preußen Münster wechselte.
Ein neuer Verein fand im Sommer nicht. Seit Mitte Juli trainierte Rondic deshalb allein. Erst am Mittwoch vor dem Stuttgart-Spiel kehrte er ins Mannschaftstraining zurück. Eine langfristige Zukunft in Kölns Bundesligakader gilt als unwahrscheinlich. Sein Comeback war eine direkte Folge der Verletzungen von Stürmern wie Thijs Dallinga und Luca Waldschmidt sowie des jungen Said El Mala.
Wie geht es für den FC Köln weiter?
Die Niederlage in Stuttgart belastet die Bilanz vor dem nächsten wichtigen Spiel. Der 1. FC Köln empfängt am 12. September 2026 Werder Bremen zum Heimspiel im RheinEnergieSTADION. Dieses Duell ist Teil des aktuellen Spielplans. Die Geißböcke müssen ihre Defensive stabilisieren, nachdem sie vier Tore kassierten.
Die Personalsorgen bleiben akut. Neben den langfristig verletzten Spielern fehlten in Stuttgart mehrere Schlüsselakteure. Die Rückkehr von Timo Hübers in die Innenverteidigung wäre ein wichtiger Schritt. Die Mannschaft von Rene Wagner steht unter Druck, in den kommenden Wochen Punkte zu holen, um nicht in den Abstiegskampf zu geraten. Die aktuelle Tabellensituation kann in den Ligatabellen verfolgt werden.
Rondics Vertrag bindet ihn noch drei Jahre an den Club. Sein Gehalt belastet das Budget, obwohl er kaum zum sportlichen Erfolg beiträgt. Der 1. FC Köln muss in der Wintertransferperiode möglicherweise über eine vorzeitige Vertragsauflösung oder eine erneute Leihe verhandeln. Bis dahin bleibt der 27-Jährige ein Teil des Kaders, auch wenn seine Einsatzzeiten begrenzt sein dürften. Das nächste Heimspiel gegen Werder Bremen findet am 12. September statt.
