Der FC Koln arbeitet seit Jahren daran, die Früchte aus der herausragenden Nachwuchsarbeit zu ernten. Dabei ist die zweite Mannschaft ein wichtiges Sprungbrett. Am 2. Januar 2026 zogen fünf Talente aus der FC-Akademie mit den Profis ins Trainingslager nach Spanien. Unter Ex-Trainer Lukas Kwasniok durften Torhüter Mikolaj Marutzki, die Verteidiger Yannick Mausehund und Cenny Neumann sowie die beiden Stürmer Fynn Schenten und Bernie Lennemann mitfahren. Während Neumann und Schenten in der Folge zu einigen Einsätzen bei den Profis kamen, konnten sich andere noch nicht durchsetzen. Die zweite Mannschaft des FC Koln spielt nur in der Regionalliga West. Eine Frage wird im Umfeld des Klubs immer wieder diskutiert: Ist das ein gutes Sprungbrett oder eine Sackgasse? Beim FC ist man überzeugt davon, dass die U21 in der Regionalliga das wichtigste Sprungbrett für die jungen Spieler ist. Lukas Berg, Technischer Direktor beim FC, sagt: Wir legen in der U21 das höchstmögliche Ambitionslevel im Bereich der Spielerentwicklung an den Tag. Das ist unsere Priorität. Wenn die Entwicklung unserer Spieler einen sportlichen Erfolg mit sich bringt, der einen Aufstieg ermöglicht, verwehren wir uns dem nicht. Deswegen haben wir auch in den vergangenen Jahren bereits immer die Lizenz für die 3. Liga beantragt. Mit Verteidiger Niklas Hoffmann wurde jetzt ein Führungsspieler von Waldhof Mannheim aus der 3. Liga verpflichtet. Er soll die FC-Talente beflügeln. Beim FC weiß man, dass Titel wie eine A-Jugendmeisterschaft oder ein Pokalfinale der U19 zwar sensationell sind, aber viel wichtiger ist die Durchlässigkeit zu den Profis. Andere Talente wie Etienne Borie, Fayssal Harchaoui, Patrik Kristal, Yannick Mausehund, Cenny Neumann oder Malek El Mala könnten bald bei den Profis mittrainieren. Der neue Cheftrainer René Wagner wird die Entscheidung treffen. So soll in der Vorbereitung erneut einige Nachwuchsspieler bei den Profis mittrainieren. But der FC muss auch finanziell mehr investieren, um Trainer Evangelos Sbonias eine entsprechende Mannschaft zusammenzustellen. Die Frage ist auch, was für Talente wertvoller ist: in der Regionalliga im oberen Drittel mitzuspielen oder in der 3. Liga gegen den Abstieg zu kämpfen? Der FC Koln will in Zukunft noch besser werden und die Durchlässigkeit zu den Profis verbessern.