FC Koln steht vor einem schwierigen Transfersommer - was wird aus Said El Mala und Jakub Kaminski? Der Klub hofft auf hohe Ablösen, um den Kader zu stärken. Said El Mala hätte es nach seiner ersten Bundesliga-Saison mit 13 Toren und fünf Vorlagen spielerisch verdient gehabt, beim DFB mit dabei zu sein. Seinem Marktwerkt hätte das sicher nicht geschadet. Beim FC hatte man mit einer WM-Teilnahme geliebäugelt - aus Stolz und um dann mit einem Verkauf El Malas hohe Transfereinnahmen zu generieren. Doch selbst ohne DFB gab es Interessenten: Zuletzt hatte der FC Brentford ein Angebot über knapp 50 Millionen Euro vorgelegt - eine nie dagewesene Summe für einen Kölner Spieler. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler sagte der Bild, dass man sich grundsätzlich mit einem Transfer beschäftigt hätte. Der Deal platzte jedoch, weil El Mala laut Bild und Sky 'Brentford nicht als richtigen Schritt' ansah. Was wird jetzt also aus dem Flügelstürmer? Ein schwieriges Thema für die Verantwortlichen. Aktuell sind noch drei Monate Zeit für alle Seiten, um einen Wechsel El Malas abzuschließen. Ein Verbleib El Malas würde ganz sicher dem FC sportlich helfen - doch dann fehlt den Kölnern viel Geld, um auf anderen Positionen einen Umbruch zu vollziehen. Schon neun Spieler, die zuvor ausgeliehen waren oder kaum eine Rolle gespielt haben, sind ohne große Erlöse gegangen. Dagegen hat der FC mit Tom Krauß und Jakub Kaminski bereits zwei Profis für fast zehn Millionen Euro verpflichtet - diese spielten aber zuvor schon auf Leihbasis für den Klub. Baustellen im Kader gäbe es noch einige: Ein neuer Linksverteidiger wird ebenso wie ein Innenverteidiger benötigt. Im defensiven Mittelfeld muss Eric Martel als Stammspieler ersetzt werden und in der Offensive sucht Köln wohl ebenfalls noch nach Optionen. Kessler, Kaderplaner Tim Meidten und Trainer René Wagner dürften noch einige Stunden grübeln, woher neue Spieler kommen. Denn festhalten muss man: 'Echte' Neuzugänge fehlen bislang - wohl auch, weil man noch auf große Erlöse hofft. Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff betonte zwar im Express, dass man 'ohne außerordentliche Transfereinnahme handlungsfähig' sei, musste aber zugeben: 'Transfererlöse sind ein wichtiges Element für einen gesunden Fußballklub, um den wirtschaftlichen Handlungsspielraum zu vergrößern.' Kaminski als zweite Erlös-Option? Wie groß dieser Handlungsspielraum bei den Kölnern wirklich ist? Unklar. Neben El Mala gäbe es dabei im Kader noch eine zweite Option für einen großen Transfererlös: oben angesprochener Kaminski, der eine starke Saison gespielt hat und sportlich ebenfalls ein Verlust wäre. Nach seiner Festverpflichtung ist im Vertrag eine Ausstiegsklausel über 20 Millionen Euro verankert.